Es ist schon super wenn man einfach so unter der Woche bei guten Wetter und Schneebedingungen unterwegs sein kann. Der Ruhestand machts möglich.
Vom Mittwoch bis Freitag reservierten wir uns deshalb einfach und problemlos den Winterraum der unbewarteten Carschina-Hütte.
Am Wochenende wäre dies nicht möglich gewesen.
So waren wir die ganzen drei Tage völlig alleine auf der Hütte, nur auf den Touren sind uns hier und da ein paar andere Tourengänger begegnet.
Am ersten Tag stiegen wir zur Hütte auf und nahmen noch den Schafberg (2.456m) mit, der direkt oberhalb der
Carschina-Hütte (2.236m) liegt.
Ein Hüttenabend im Winterraum einer unbewarteten Hütte fängt erst mal mit Schneeräumen an. Dann wird der Holzofen angefeuert. Es dauert schon 1-2 Stunden bis der eiskalte Winterraum soweit aufgewärmt ist, das man sich ohne Winterjacke darin aufhalten kann. Essen und Trinken muss alles hochgetragen werden. Es gibt deshalb nur Suppenpäckchen mit Nudeln und zum trinken nimmt man Teebeutel mit. Alles andere ist zu schwer. Vor der Carschinahütte fanden wir unter Schnee begraben tatsächlich einen Brunnen mit fließend Wasser. Das ist eher die Ausnahme, normalerweise muss man Unmengen an Schnee schmelzen.
Am zweiten Tag fuhren wir erstmal runter nach Partun und bestiegen dann den Rotspitz (2.517m). Das Wetter war gemischt. Die Berge oft in Wolken. Wir hatten Glück das wir den Berg besteigen konnten. Nach der Abfahrt mussten wir natürlich von Partun wieder zur Hütte aufsteigen.
Am letzten Tag nahmen wir mit etwas Wehmut von der Hütte Abschied. Bei bestem Wetter bestiegen wir noch den Riedchopf (2.552 m). Beziehungsweise wir begnügten uns mit dem Skidepot auf 2.540 Meter. Der lange Grad zum wenig höheren Gipfel haben wir ausgelassen.
Mit der Abfahrt bis runter nach Partun und weiter bis zum Parkplatz 5 waren diese schönen drei Tage schon wieder vorbei.
Jetzt hoffen wir mal das wir demnächst endlich unsere Radreise starten können. Ansonsten fällt uns sicher noch was anderes ein.