Woche: 01 Datum: 08.05. bis 14.05.2021 km: 420 km-Gesamt: 420 von: Zell-Unterharmersbach bis: Venedig
mit Zug von Biberach nach Scuol/Schweiz.
Am Sa. 8.5. starteten wir unsere Europa-Radreise. In Biberach stiegen wir in den Zug und fuhren bis nach Scuol/Schweiz.
Nach wenigen km fanden wir einen einsamen Campingplatz. Wir waren die ersten Gäste in dieser Saison und hatten den Platz für uns alleine. Der Betreiber hat sogar extra wegen uns noch seinen bereits geschlossenen Lebensmittelladen geöffnet. So stand einem Abendessen mit Wein und Bier nichts mehr im Wege.
Am nächsten Morgen ging es bei eisigen Temperaturen (5 Grad) gleich mal den Reschenpass hoch. Ab Nauders folgten wir dem berühmten und wunderschönen Radweg (Via Claudia Romana) Richtung Meran. 25 km vor Meran starteten wir beim nächsten Campingplatz die Saison. Auch da waren wir die ersten und einzigsten Gäste. Da es Sonntag war und die Supermärkte geschlossen waren sind wir einfach Pizza essen gegangen. Kann gut sein das wir dies uns angewöhnen werden.
Am Montag fuhren wir weiter dem Radweg entlang bis nach Bozen. Der Wetterbericht brachte für Dienstag viel Regen. Wir buchten deshalb in Bozen ein Doppelzimmer für zwei Nächte. Im Zimmer hatten wir tatsächlich mit dem Camping-Gaskocher unser Essen zubereitet, dies war auch für uns eine neue Erfahrung. Trotz des Regens konnten wir Bozen ausgiebig erkunden.
Am Mittwoch stiegen wir wieder aufs Rad und fuhren nach Trient. Nach einen kurzen Stadtbummel radelten wir weiter und übernachteten am Lago di Levico.
Unser nächstes Ziel für Donnerstag war Bassano del Grappa. Wie der Name es sagt wird dort tatsächlich der Original Grappa hergestellt. Nach Bassano fanden wir wieder einen wunderschönen Radweg. Mein GPS habe ich noch kaum benötigt.
Die vielen Eindrücke, Landschaften und nette Dörfer sind nicht in Worte oder Bilder zu fassen.
In Bassano angekommen trank ich neben Münchner Bier gleich einen Grappa.
Am Freitag wollten wir Venedig erreichen. Das Hotel hatten wir schon gebucht. Der Wetterbericht sagte Regen voraus. Wir hatten uns deshalb schon auf eine Zugfahrt vorbereitet. Der Freitag Morgen begrüßte uns jedoch mit blauem Himmel. So stiegen wir hoffnungsvoll aufs Fahrrad und erreichten trocken Venedig. Wir waren echt glücklich als wir am Mittelmeer standen und Venedig erblickten.
Nachdem wir unsere Räder in Venedig im Parkhaus in die Boxen eingeschlossen (Venedig ist Fahrrad frei), unser Gepäck zum Hotel geschleppt und geduscht hatten, haben wir gleich Venedig erkundet. Wir haben es sogar bis zur Rialtobrücke und dem Markusplatz geschafft. War alles sehr beeindruckend. Mit einem Abendessen, wegen Corona in der Außengastronomie, leider bei Regen, ließen wir den Tag ausklingen.